Science Fiction oder Augmented Reality

Mit der “Augmented Reality” - auf deutsch “erweiterte Realität” - wird ein Stück Science Fiction in die Gegenwart geholt: Das Abbild der Realität wird über ein Medium wie derzeit vor allem das iPhone um “virtuelle Daten” ergänzt. Einen Hype erlebt diese Technologie vor allem durch die von google entwickelte open-source-software “Android”. Marktfähig und sicher auch extrem zukunftsträchtig sind zum Beispiel virtuelle Reiseführer wie Wikitude, bei denen die Applikation die angezoomten Sightseeings erkennt und entsprechende Daten liefert oder Cafes und Restaurants in der Umgebung zur Auswahl stehen. Gerade diese Techniken zeigen, wie bedeutsam crossmediale Produkte z.B. für Verlage bald werden könnten:



Weitere Beispiele sind ein Browser für Augmented Reality namens “Layar”, über den beispielsweise zum Verkauf stehende Häuser ausfindig gemacht werden können, für den Mobile Worker mag worksnug interessant sein, mit dem sich Webcafes usw. auffinden lassen, es gibt aber auch spielerische Anwendungen, die ja bereits Eingang in die Games-Entwicklungen finden. Einige weitere Beispiel, z.B. von Ikea, hat gestern Netzwertig angeführt und auf O’Reilly beschäftigt sich heute eine Autorin mit der Verbesserung der User Interfaces, die sich MPI und ETHZ auf die Fahnen geschrieben haben.

Eine Vision, wie die Augmented Reality in Zukunft Eingang in unseren Alltag finden könnte, hat vor einiger Zeit Microsoft ins Netz gestellt. Und wenn man sieht, wie weit die Technik bereits ist, schaut vieles davon gar nicht mehr so futuristisch aus:

<a href="http://video.msn.com/?mkt=en-GB&#038;playlist=videoByUuids:uuids:a517b260-bb6b-48b9-87ac-8e2743a28ec5&#038;showPlaylist=true&#038;from=shared" target="_new" title="Future Vision Montage">Video: Future Vision Montage</a>

Auch Nokia hat eine Vision ins Netz gestellt, bei der eine Brille als Medium die Hauptrolle spielt. Das ist jedoch noch nicht das Ende der Entwicklung: Bioniker arbeiten bereits heute an einer Kontaktlinse als Trägermedium für die schöne neue Welt. Die eher scherzhaft gemeinte Reaktion, dass wir uns in Zukunft die Anwendungen einfach direkt einlasern lassen, ist vielleicht gar nicht mehr so abwegig, ebenso wie erste ethische Bedenken, die z.B. Gesichtserkennungs-Software mit Blick auf Anonymität und Identifizierbarkeit aufwerfen.

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Bild: University of Washington

Aktualisiert am 13. Oktober 2009

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